Zum Tod von Gerd Milpetz im November 2015 —–Ein Nachruf von Eberhard Linke—-

08-IMG_4685Mit großer Trauer haben wir vom Tod von Gerd Milpetz Kenntnis genommen, denn nun müssen wir uns von unserem Lui verabschieden. Von unserem Gerd, dessen Lebensmittelpunkt vor allem unser Dorf, unsere Gemeinschaft unser Turnverein war. Dabei war es seine Familie, die ihm den Rücken freihilt. Seinen „Goldklumpen“ nannte er seine Frau Ursel gern und die beiden gingen ja auch in vielen Momenten durch dick und dünn.

Dabei war der TV seine zweite Heimat.

Bei mein letzten Besuch vor wenigen Tagen im Krankenhaus sah ich einen Gerd, der sehr unter den Folgen seiner Krankheit litt. Da war er schon der Meinung, dass er wohl nie mehr auf seinen geliebten Sportplatz kommen könnte.

Hoffentlich kann ich die Lebensleitung von Gerd mit meinen bescheidenen Worten vermitteln.

Eintritt 1952 – Aktiver Fußballer als sehr guter Torwart nur bei seinem TV –

Gründungsmitglied der AH 1971 und natürlich auch hier als Torwart, in diesem Jahr lernte ich ihn als Neubürger kennen.

 

1975 – 2004           Abteilungsleiter Fußball !!!

1975 – 2015            Platzwart des TV

2002                      Ehrenmitglied des TV

Diverse Auszeichnungen des SWFB mit dem Ehrenbrief 2015

Im Fasching blühte er mit seiner Lebensfreude und der Lust am Singen richtig auf. Da hatte ihm das Männerballet besonders angetan und auf vielen Umzügen war er auf dem Wagen in den verschiedensten Rollen zu sehen. Das machte ihm viel Spass. Unvergessen waren die Auftritte mit der „Löffelpolka„.

Und dann war er der Greenkeeper und Platzwart, der wie ein Rennfahrer auf dem Rasenmäher sein Heiligtum pflegte. Wie viele Maschinen mußten davon in diesen vielen Jahren wegen Verschleiß entsorgt werden? Er zeigte keinen Abnutzungserscheinungen.

Die Anzahl dieser Arbeitsstunden kann nur geschätzt werden. Mehr als 15.000 kommen da sicher zusammen.

Bei der Neuanlage des Rasenplatzes zu Beginn der 80er Jahre war er immer in der ersten Reihe der vielen Helfer zu finden. Da war er ein Vorbild. Natürlich gehörte nach getaner Arbeit sein Bier „Export“ zum Ausspannen.

Anläßlich der Einweihung unseres Sportplatzes in „Gerd Milpetz – Sportanlage“ habe ich seinen Fleiss mit den Worten „er kannte jeden Grashalm“ in diesem Sommer versucht zu würdigen. Denn bis zum Ausbruch seiner Erkrankung fühlte er sich für diese Aufgabe über 44 Jahre lang immer verantwortlich.

In der sportlichen Vergangenheit  (30 Jahre) als Abteilungsleiter Fußball war sein Leben sehr von Zuverlässigkeit und Pflichtbewußtsein gekennzeichnet.

Wieviel Trainer und Spieler haben in diesen Jahren seinen Weg gekreuzt.

Beispielhaft seine Äußerung in Zeiten, wo es den Fußballern des TV Ende der 80er Jahre überhaupt nicht gut ging. Tabellenletzter mit einem desaströsem Torverhältnis. Bei einem Interview mit der Rheinpfalz war sein Plazet:

                                                                            „Ich kann doch jetzt den TV nicht im Stich lassen“

Wir sagen danke für Deine vorbildliche Gemeinschaftsarbeit, denn Gerd gehörte der Generation von TV Mitgliedern an, denen das Ehrenamt und Mitarbeit im TV keine Last war. Hier fühlte er sich in der Pflicht und war natürlich auch dankbar, über die Anerkennung, die man ihm dafür aussprach. Unser Gerd  gehörte zum lebenden Inventar des TV Gönnheim.

Halten wir einen Moment inne und denken an einen Menschen , dessen Lebensmittelpunkt sich hier in diesem Dorf, in unserer Mitte abspielte.

Im Namen des TV „Frohsinn“ Gönnheim

Danke lieber Lui         Danke lieber Gerd     

Dein langjähriger Weggefährte Eberhard